aus ganz alter Zeit…

SAM_9453Ein neuer Patient. Bei der Termin-Vereinbarung hat er im Mail erzählt, dass er Typ 2 Diabetes hat, Tabletten nimmt und kommen möchte, „weil der Zucker nun höher ist“.  Wie so oft.
Da ist er, 10 Minuten vor der vereinbarten Zeit betritt er leise den Warteraum. Meine Türe ist offen  – das Gespräch mit der Patientin davor hatte kürzer gedauert als geplant. Ich höre, wie jemand im Warteraum Platz nimmt. Ich stehe auf, schaue aus der Türe, sage fragend seinen Namen. Ja, das ist, mein neuer Patient. Elegant, schlank, ruhig.
Anfangs ist das Gespräch ein bisschen zäh. Ich möchte ihn erzählen lassen, er wartet auf meine Fragen. Ok. Also von Anfang an: Weiterlesen

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Motivations-Loch?

http://fliegende-fische.net/motivations-challenge/

Einfach ausprobieren! Die „fliegenden Fische“ beissen nicht!
Für alle, die sich schwer tun mit dem Diabetes… denen es grad schwer fällt, regelmäßig den Zucker zu messen… die es nicht hinkriegen, zu jedem Essen Insulin zu spritzen…. die sich schon lang nicht mehr um sowas wie  BE gekümmert haben:

vom 20.6. bis zum 8. Juli sendet Ina Mathey kleine „Motivations-Bausteine“ per Mail. Bitte jetzt nicht denken: „Was soll denn das – ich kann mich grad nicht um den Diabetes kümmern, was bitte sollen ein paar blöde Mails dran ändern?“ Weiterlesen

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Es summt am Arm…

eversense2

Bild von senseonics

…der neue Sensor. Eigentlich ist das, was da summt, ja gar nicht der Sensor selbst. Der sitzt nämlich UNTER der Haut. Im Oberarm drin. Und außen drauf klebt der Transmitter, ein kleines schwarzes Ding, das die Sensor-Daten ans Handy weitergibt. So dass man seinene Zucker „in Echtzeit“ am Handy beobachten kann. Senseonics…  heisst die Firame, die das entwickelt. In Deutschland durfte Sandrina denSensor schon zur Probe tragen, hier ihr Bericht ( danke, Sandrina!) . Lest selbst, ist eine ganz spannende Entwicklung.

 

Kurz zusammengefasst mein Eindruck bisher ( ich hab das Ding aber noch nicht selbst gesehen ):  der implantierte kleine Sensor war für die Studien-Teilnehmer bisher kein Problem, der wird nach einem kleinen Schnitt einfach unter die Haut geschoben, in örtlicher Betäubung. Ist unter der Haut tastbar. Ich stelle mir das so ähnlich vor wie das „Verhütungs-Stäbchen“.
Genau darüber wird der Transmitter befestigt. Der ist schwarz, deutlich größer und schwerer als der Libre und nicht wasserdicht. Was einige Tester natürlich störte.
Die Messungen selbst scheinen gut und verlässlich zu sein, offensichtlich muss man auch regelmäßig mit blutigen Messungen kalibrieren.
Übertragung der Daten auf die App funktioniert, man hat wirklich den „BZ am Handy„.
Der Transmitter speichert allerdings die  Mesdaten nur 2 Stunden lang, also sollte man sein Handy nicht zuhause vergessen…
Markteinführung vielleicht 2018.

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Der Schnee-Schaufler

Ich arbeite am E-book: „Hypos? Frag die Zuckertante!“ . Ja, man kann über 50 Seiten schreiben nur zum Thema Hypos! Da müssen natürlich auch G’schichtln rein. Beim Thema: Hypo durch Tabletten? erkläre ich, dass NUR  Tabetten aus der Familie Weiterlesen

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Typ 2 Diabetes „verschwindet“

„Typ 2 Diabetes ist heilbar“shake[2].jpg – schreien  derzeit Headlines im Internet und in Zeitschriften. Was dahinter steckt: Eine Studie, bei der die Teilnehmer 8 ( ACHT!!!) Wochen lang täglich nur ca 700 kcal essen durften. Eine richtige „Hunger-Diät“ also. Die Leute nahmen im Schnitt 14 kg ab, und bei fast der Hälfte wurden die Zuckerwerte ganz normal – und bieiben es auch, denn:  Durch intensive Nachbetreuung gelang es, dass die Teilnehmer über 6 Monate ihr Gewicht hielten – und das ist für mich das Interessanteste an dem Ganzen.

Ja, wenn so eine Gewichts-Abnahme gelingt, dann ist der Diabetes oft für viele Jahre „verschwunden“. Neu ist das nicht, nur gelingt das nur ganz selten. In dieser Studie waren die Teilnehmer sichtlich hoch motiviert, und ich gratuliere herzlich zu diesem Erfolg!

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„indischer“ Diabetes?

 

Ein Anruf: „Können Sie sich noch erinnern? Vor 20 Jahren, in der Ambulanz…“ Hm.  Den Namen kenne ich nicht mehr, aber die Stimme, dieser Akzent…. „Sind Sie – sind Sie der Inder aus Jordanien?“ Herzliches Lachen. Ja, er ist es… und er möchte wieder kommen, der Diabetes macht Probleme.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals staunte: Ein 35 jähriger Patient, Nüchtern-Blutzucker um 500mg%, HbA1c 13% – noja, DAS war in unserer Ambulanz damals nicht so ganz selten… aber DIESE Geschichte: Weiterlesen

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Kaffee gut gegen Zucker?!

2mioHeute aus dem Newsletter von diabetes.de:
Wieder einmal die Nachricht, dass die Typ 2 Diabetiker immer mehr werden. Und die Warnung: es gibt viele, viele die Diabetes haben, es aber noch gar nicht wissen. Leute, die jederzeit mit zu hohen Zuckerwerten rumlaufen. Oder- ganz gemein – Leute, bei denen der Nüchtern-Zucker noch normal ist, die also auch bei Blutabnahmen im Labor gar nicht merken können, dass sie schon Diabetiker sind, weil ihr Blutzucker erst nach dem Essen hochgeht.

Die deutschen Diabetes-Fachleute empfehlen einen Diabetes-Risiko-Test. Den habe ich gleich gemacht. Ich bin keine Diabetikerin, und war natürlich neugierig.
Bei mir kommt ein „leicht erhöhtes“ Diabetes-Risiko raus.
Bei dem Test werden die „üblichen Verdächtigen“ abgefragt: Alter, wie oft man Fleisch isst, ob man Bluthochdruck hat, wie oft man Fleisch oder Vollkorn-Gebäck isst… und je mehr Punkte man für eine Antwort bekommt, desto höher ist zuletzt das Diabetes-Risiko.

Und der Kaffee?

Witzig dabei die Frage: wieviel Kaffee trinken Sie? Da gibt’s für „0 – 1 Tasse“ 3 Risiko-Punkte, für „2-5 Tassen“ nur mehr 2 und für „über 5 Tassen“ gar nur mehr einen Risiko-Punkt. Ja, es gibt Studien, die zeigen, dass Kaffee-Konsum das Diabetes-Risiko senkt! Das ist doch erfreulich – alles andere, was man unternehmen kann, um das Diabetes-Risiko runter zu bekommen, ist bei weitem nicht so einfach!

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